Ein eigener Pool verspricht Abkühlung im Sommer, beansprucht aber schnell einen großen Teil des eigenen Gartens. Hinzu kommen der hohe Wasserbedarf, die laufende Pflege und je nach Bauart umfangreiche Erd- und Montagearbeiten. Gerade auf kleinen Grundstücken steht der Aufwand deshalb oft nicht im Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung.
Ein selbst gebautes Badefass ist eine kompaktere Alternative. In einem Badezuber kannst Du Dich an heißen Tagen vollständig ins kühle Wasser setzen, ohne dafür eine große Schwimmfläche anlegen zu müssen. Ein Fass mit etwa 150 Zentimetern Durchmesser beansprucht selbst nur rund 1,8 Quadratmeter Grundfläche. Gleichzeitig fügt sich die Holzoptik deutlich natürlicher zwischen Terrasse, Gartenlounge und Beeten ein als ein frei stehendes Kunststoffbecken.
Dabei muss aus dem Badefass nicht sofort ein beheizter Hot Tub werden. Für den sommerlichen Einsatz zeigen wir dir in diesem FUXTEC Gartenratgeber Du zunächst eine stabile Badetonne mit Sitzbank, Ablauf und Abdeckung. Einen Holzofen oder ein anderes Heizsystem kannst Du später ergänzen, wenn Du das Badefass auch im Herbst und Winter nutzen möchtest.
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FUXTEC bei Google hinzufügenWarum ein Badefass eine praktische Alternative zum Pool ist
Ein Badefass ersetzt keinen Pool, in dem Du Bahnen schwimmen oder mit mehreren Kindern spielen kannst. Suchst Du aber in erster Linie einen Platz zum Abkühlen, Entspannen und Zusammensitzen, nutzt Du die vorhandene Fläche wesentlich effizienter.
Für zwei bis vier Personen reicht häufig ein Innendurchmesser von etwa 150 Zentimetern. Ein Badezuber mit rund 200 Zentimetern Durchmesser kann je nach Sitzaufteilung bis zu sechs Personen aufnehmen. Neben dem Fass solltest Du ausreichend Platz für den Einstieg, die Pflege und einen sicheren Laufweg einplanen.
Gegenüber einem fest eingebauten Pool bietet die Badetonne mehrere Vorteile:
| Merkmal | Badefass | Fest eingebauter Pool |
|---|---|---|
| Platzbedarf | kompakt, auch für kleine Gärten | benötigt deutlich mehr freie Fläche |
| Nutzung im Sommer | zum Sitzen und Abkühlen | zum Baden und Schwimmen |
| Wasserbedarf | vergleichsweise gering | je nach Größe deutlich höher |
| Bauaufwand | als DIY-Projekt oder Bausatz möglich | häufig Erdarbeiten und Fachbetriebe nötig |
| Winterbetrieb | mit optionaler Heizung möglich | abhängig von Bauart und Technik |
| Optik | natürliche Holzoberfläche | technisch oder architektonisch geprägt |
| Erweiterbarkeit | Ofen, Filter und Deckel nachrüstbar | Technik meist von Anfang an erforderlich |
Der entscheidende Kostenvorteil entsteht vor allem dann, wenn Du das Badefass zunächst als unbeheiztes Sommerbecken baust. Ofen, Verrohrung und aufwendige Heiztechnik entfallen in der ersten Ausbaustufe.
Klassisches Holzfass oder vereinfachter Eigenbau?
Ein traditioneller Badezuber besteht aus einzelnen Fassdauben, die über Nut-und-Feder-Verbindungen in den Boden eingesetzt und anschließend mit Spannringen zusammengezogen werden. Das Holz quillt beim Befüllen leicht auf und verschließt dadurch die schmalen Übergänge zwischen den Dauben.
Diese Bauweise sieht besonders authentisch aus, verlangt aber präzise gefräste Bauteile. Schon kleine Abweichungen an den Dauben, der Bodenkehle oder den Verbindungen können dazu führen, dass das Fass dauerhaft Wasser verliert.
Für die meisten Gartenfreunde ist deshalb eine von drei Varianten sinnvoll:
Badefass-Bausatz: Boden und Dauben sind bereits passend bearbeitet. Du übernimmst Montage, Unterbau, Sitzbank, Einstieg und Oberflächenfinish.
Vorgefertigte Fassdauben: Du baust Boden und Ausstattung selbst, verwendest für die wasserführenden Seitenwände aber passgenau gefräste Dauben.
Stabile Innenwanne mit Holzverkleidung: Eine fertige, für den Zweck geeignete Wanne bildet den wasserdichten Kern. Außen baust Du eine individuelle Verkleidung aus Holz. Diese Variante ist technisch einfacher, wirkt nach dem Verkleiden dennoch wie ein Hot Tub aus Holz.
Die folgende Anleitung orientiert sich am klassischen Badefass mit vorgefertigten Dauben. Der Unterbau und die Ausstattung werden vollständig selbst gefertigt.
Größe und Standort richtig planen
Bevor Du Holz bestellst, legst Du die Außenmaße und den späteren Standort fest. Für ein kompaktes Badefass zur sommerlichen Abkühlung ist ein Durchmesser von etwa 150 Zentimetern ein guter Ausgangspunkt. Die Wandhöhe liegt häufig zwischen 90 und 110 Zentimetern. Über eine umlaufende Sitzbank bestimmst Du später, wie tief Du tatsächlich im Wasser sitzt.
Unterschätze dabei das Gewicht nicht. Ein Liter Wasser wiegt ungefähr ein Kilogramm. Bereits 1.000 Liter Wasser belasten den Untergrund daher mit rund einer Tonne. Hinzu kommen das Fass, die Sitzbank und die Personen im Wasser.
Der Standort sollte deshalb:
- eben und dauerhaft tragfähig sein,
- über einen kontrollierten Wasserablauf verfügen,
- gut erreichbar, aber nicht im Weg liegen,
- möglichst nicht ganztägig in der prallen Sonne stehen,
- ausreichend Abstand zu empfindlichen Pflanzen und Holzbauten bieten,
- Platz für Einstieg, Abdeckung und Wartung lassen.
Eine verdichtete Fläche aus Schotter mit Splitt und stabilen Gehwegplatten ist für dieses DIY Projekt praktischer als ein tiefes Betonfundament. Wichtig ist, dass der Unterbau nicht absackt und unter dem Fass keine Staunässe entsteht. Luft muss weiterhin an die Unterseite des Holzes gelangen können.
Material für ein selbst gebautes Badefass
Der genaue Bedarf hängt von Durchmesser, Höhe und Konstruktion ab. Für ein klassisches Holz-Badefass benötigst Du im Kern folgende Bauteile:
- vorgefertigte Fassdauben aus geeignetem Holz,
- Nut-und-Feder-Bretter für den Boden,
- tragfähige Hölzer für die Unterkonstruktion,
- zwei oder drei Spannringe aus rostfreiem Edelstahl,
- Edelstahlschrauben,
- einen verschließbaren Wasserablauf,
- Holz für Sitzbank, Einstieg und Deckel,
- Spanngurte und einen Gummihammer,
- optional eine Filteranlage,
- optional einen geeigneten Badefassofen mit Ofenschutz.
Lärche wird häufig verwendet, weil sie witterungsbeständig ist und optisch gut in den Garten passt. Auch Eiche ist robust und wasserbeständig, allerdings schwer und vergleichsweise teuer. Bei Fichte kommt es besonders auf eine geeignete Qualität und fachgerechte Verarbeitung an. Die Inspirationsvorlagen nennen alle drei Holzarten als mögliche Materialien für die Fasskonstruktion.
Für den wasserberührten Innenraum solltest Du keine beliebige Lasur oder Holzschutzfarbe verwenden. Prüfe genau, ob ein Produkt ausdrücklich für den vorgesehenen Kontaktbereich geeignet ist. Eine klassische Fasskonstruktion bleibt innen häufig unbehandelt. Außenflächen, Einstieg und Deckel können dagegen mit einem geeigneten Schutzanstrich versehen werden.
FUXTEC Werkzeuge für Dein Badefass
Für ein stabiles Badefass brauchst Du passgenaue Holzzuschnitte, belastbare Verschraubungen und sorgfältig geglättete Oberflächen. Mit diesen FUXTEC Akku-Werkzeugen baust Du Unterkonstruktion, Fassboden, Sitzbank, Einstieg und Abdeckung deutlich einfacher.

Akku-Schlagbohrschrauber
Ideal zum Vorbohren und Verschrauben von Unterkonstruktion, Sitzbank, Einstieg und zweiteiligem Holzdeckel.

Akku-Bohrhammer
Praktisch, wenn Du den Einstieg, eine Umrandung oder weitere Bauteile rund um das Badefass auf Beton oder Stein befestigen möchtest.

Akku-Stichsäge
Perfekt für den runden Fassboden, gebogene Sitzflächen und passgenaue Ausschnitte für Ablauf oder Rohrleitungen.

Akku-Handkreissäge
Für gerade Zuschnitte von Unterkonstruktionshölzern, Bodenbrettern, Sitzlatten, Einstiegsstufen und Deckelelementen.

Akku-Multifunktionstool
Zum Sägen, Schleifen und Nacharbeiten enger Stellen, Kanten und kleiner Ausschnitte an Sitzbank, Einstieg und Verkleidung.

Akku-Handsprühgerät
Für den gleichmäßigen Auftrag eines geeigneten, sprühfähigen Holzschutzes auf Außenverkleidung, Einstieg und Deckel.
Badefass selber bauen: Schritt für Schritt
1. Standfläche vorbereiten
Markiere zunächst die benötigte Fläche für dein Badefass im Garten. Plane um das eigentliche Fass herum mindestens einen ausreichend breiten Zugang ein. Trage lockeren Oberboden ab und verdichte den Untergrund.
Eine Schicht Schotter stabilisiert die Fläche und leitet Wasser ab. Darauf folgen Splitt und belastbare Platten oder Auflagepunkte. Kontrolliere mit einer langen Wasserwaage in mehreren Richtungen, ob die Fläche eben ist.
Ein leichtes Gefälle der umliegenden Fläche darf Wasser vom Badefass wegführen. Das Fass selbst muss jedoch waagerecht stehen, damit sich die Belastung gleichmäßig verteilt.
2. Fassboden zusammensetzen
Lege die Nut-und-Feder-Bretter dicht nebeneinander und fixiere sie zunächst mit Spanngurten. Bestimme den Mittelpunkt und zeichne den gewünschten Außendurchmesser mit einem Zirkelbrett oder einer Schnur an.
Schneide den Kreis noch nicht sofort aus. Zuerst wird die umlaufende Kehle hergestellt, in der später die Dauben sitzen. Dieser Arbeitsschritt entscheidet maßgeblich darüber, ob Boden und Seitenwände sauber ineinandergreifen.
Fehlt Dir die Erfahrung mit Oberfräse, Nutprofilen und Fassbau, solltest Du den Boden passend zu den vorgefertigten Dauben anfertigen lassen oder ein abgestimmtes Bodenelement verwenden.
3. Unterkonstruktion bauen
Die Unterkonstruktion hebt den Fassboden vom Untergrund ab. Dadurch kann Luft unter dem Holz zirkulieren und Spritzwasser schneller abtrocknen.
Ordne mehrere tragfähige Hölzer parallel unter dem Boden an. Je nach Konstruktion werden sie über Querhölzer zu einem stabilen Rahmen verbunden. Bohre die Schraublöcher vor und verwende rostfreie Schrauben.
Die Schrauben dürfen den wasserführenden Fassboden nicht vollständig durchdringen. Kontrolliere deshalb ihre Länge vor der Montage.
4. Ablauf einsetzen und Boden ausschneiden
Der Ablauf gehört an eine gut erreichbare und möglichst tiefe Stelle. Plane bereits jetzt, wohin das Wasser später fließen soll. Ein kurzer Schlauchanschluss erleichtert das kontrollierte Entleeren.
Bohre die Öffnung passend zum gewählten Ablaufventil und montiere alle Dichtungen nach Herstellerangabe. Anschließend sägst Du den Fassboden entlang der äußeren Markierung rund aus.
Arbeite langsam und ohne starken Druck. Je sauberer die Schnittkante ausfällt, desto leichter lassen sich die Fassdauben gleichmäßig einsetzen.
5. Fassdauben einsetzen
Stelle die erste Daube in die vorbereitete Bodenkehle. Setze anschließend Daube für Daube dicht daneben. Mit einem Gummihammer und einem zusätzlichen Holzstück kannst Du die Bauteile vorsichtig in Position bringen, ohne direkt auf die sichtbaren Kanten zu schlagen.
Während des Aufbaus stabilisierst Du die Seitenwand mit einem oder zwei Spanngurten. Die letzte Daube ist meist die anspruchsvollste. Sie darf weder gewaltsam eingepresst werden noch zu viel Spiel haben.
Genau an diesem Punkt zeigt sich der Vorteil vorgefertigter Dauben: Sind Breite, Profil und Winkel auf den Fassdurchmesser abgestimmt, lässt sich der Kreis sauber schließen.
6. Spannringe montieren
Markiere die Positionen der Edelstahlringe rund um das Fass. Beginne mit dem untersten Ring und ziehe ihn zunächst nur leicht an. Danach folgen die oberen Ringe.
Kontrolliere fortlaufend, ob die Dauben senkrecht stehen und gleichmäßig in der Bodenkehle sitzen. Erst wenn die gesamte Konstruktion sauber ausgerichtet ist, ziehst Du die Spannringe schrittweise fester.
Ziehe nicht sofort einen einzelnen Ring vollständig an. Arbeite Dich stattdessen abwechselnd durch alle Ebenen, damit sich die Spannung gleichmäßig verteilt.
7. Sitzbank und Einstieg bauen
Eine umlaufende oder halbkreisförmige Sitzbank macht aus der einfachen Badetonne einen gemütlichen Badezuber. Baue sie so, dass die Last über mehrere Auflagepunkte in den Boden geleitet wird.
Die Bank sollte sich zum Reinigen herausnehmen lassen. Zwischen den einzelnen Sitzlatten bleiben schmale Abstände, damit Wasser und Schmutz nicht dauerhaft auf der Fläche stehen.
Für den Einstieg kannst Du eine kleine Treppe mit zwei oder drei breiten Stufen bauen. Jede Stufe benötigt eine rutschhemmende Oberfläche und einen festen Stand. Runde sämtliche Kanten ab und schleife sie sorgfältig.
8. Deckel anfertigen
Ein Deckel hält Blätter, Blütenstaub und Insekten aus dem Wasser. Gleichzeitig reduziert er die Erwärmung durch direkte Sonneneinstrahlung und erschwert kleinen Kindern sowie Tieren den unbeaufsichtigten Zugang.
Ein zweiteiliger Holzdeckel lässt sich leichter bewegen als eine einzelne große Scheibe. Verbinde die Bretter auf der Unterseite mit Querleisten und montiere stabile Griffe. Zwischen den Brettern dürfen kleine Abstände bleiben, damit Regenwasser ablaufen kann.
9. Holz schleifen und Außenflächen schützen
Bearbeite zunächst grobe Unebenheiten und wechsle anschließend zu einer feineren Körnung. Besondere Aufmerksamkeit verdienen der obere Rand, die Sitzbank, die Einstiegsstufen und sämtliche Griffbereiche.
Entferne den Schleifstaub vollständig. Für gleichmäßige Außenbeschichtungen kannst Du ein geeignetes Öl oder eine Lasur mit dem FUXTEC 20V Akku-Handsprühgerät FX-E1CSP20 auftragen, sofern das verwendete Beschichtungsmittel für das Gerät und den vorgesehenen Außenbereich geeignet ist.
Innenflächen, die dauerhaft mit Badewasser in Kontakt kommen, behandelst Du nur mit ausdrücklich dafür vorgesehenen Produkten.
10. Badefass wässern und Dichtigkeit prüfen
Ein klassisches Fass aus trockenen Holzdauben ist unmittelbar nach dem Aufbau noch nicht vollständig dicht. Fülle zunächst nur etwa zehn Zentimeter Wasser ein und beobachte Boden, Ablauf und untere Dauben.
Das Holz nimmt Feuchtigkeit auf, quillt und verschließt dadurch schmale Zwischenräume. Erhöhe den Wasserstand schrittweise. Die Inspirationsvorlagen empfehlen, zwischen den Füllstufen mehrere Stunden beziehungsweise über Nacht zu warten.
Kontrolliere währenddessen die Spannringe. Starke oder dauerhaft unveränderte Leckagen weisen dagegen eher auf einen Montagefehler, eine beschädigte Daube oder eine problematische Verbindung hin.
Das Badefass im Sommer als Abkühlbecken nutzen
Für die sommerliche Nutzung bleibt der Ofen ausgeschaltet oder wird zunächst gar nicht montiert. Du füllst den Badezuber mit kühlem Leitungswasser und nutzt ihn wie ein kompaktes Tauch- und Sitzbecken.
Ein halbschattiger Standort verhindert, dass sich das Wasser während des Tages zu stark aufheizt. Noch wichtiger ist ein passender Deckel. Er hält nicht nur Schmutz fern, sondern reduziert auch die direkte Sonneneinstrahlung.
Für eine angenehme Abkühlung muss das Wasser nicht eiskalt sein. Schon eine deutlich niedrigere Temperatur als die Umgebungsluft sorgt an heißen Tagen für Erfrischung. Da Du im Badefass sitzt und nicht schwimmst, benötigt es weniger Grundfläche als ein klassischer Gartenpool.
Rund um das Fass kannst Du eine kleine Ruhezone anlegen. Eine selbst gebaute Gartenbank, eine Lounge oder eine schattige Pergola machen daraus einen festen Sommerplatz, der auch dann funktioniert, wenn gerade niemand im Wasser sitzt. Dazu haben wir eine ganze Reihe an DIY Ideen, wie du deine Gartenlounge gestalten kannst.
Braucht ein Badefass eine Filteranlage?
Nutzt Du das Wasser nur kurz und wechselst es regelmäßig, kann ein einfaches Konzept aus Abdeckung, manueller Reinigung und kontrolliertem Wasserwechsel ausreichen. Sobald mehrere Personen das Fass häufig benutzen oder das Wasser länger stehen bleibt, wird eine passende Filter- und Wasserpflege sinnvoll.
Laub, Haare, Hautpartikel und andere organische Einträge verschwinden nicht allein durch Desinfektionsmittel. Das Umweltbundesamt empfiehlt für private Becken unter anderem eine Abdeckung, das regelmäßige Entfernen sichtbarer Verunreinigungen, die Reinigung von Wänden und Boden sowie eine funktionierende Filterung.
Vor dem Baden kurz zu duschen reduziert den Schmutzeintrag. Prüfe das Wasser regelmäßig und halte Dich bei sämtlichen Pflege- und Desinfektionsmitteln exakt an die Herstellerangaben.
Chemisch behandeltes Wasser solltest Du nicht einfach auf dem Rasen, im Beet oder in der Nähe eines Gewässers ablassen. Das Umweltbundesamt empfiehlt grundsätzlich die Einleitung in den Abwasserkanal und weist zugleich darauf hin, dass örtlich unterschiedliche Vorschriften gelten können. Kläre die Entsorgung deshalb mit der zuständigen Gemeinde oder Wasserbehörde.
Vom Badefass zum beheizten Hot Tub
Möchtest Du das Badefass später ganzjährig nutzen, kannst Du einen geeigneten Innen- oder Außenofen ergänzen. Für ein kompaktes Fass ist ein Außenofen häufig praktischer, weil im Inneren keine Sitzfläche verloren geht. Dafür entstehen zusätzliche Leitungen zwischen Ofen und Wanne.
Ein Innenofen überträgt die Wärme direkt an das Wasser, benötigt jedoch einen stabilen Ofenschutz. Badende dürfen heiße Metallflächen keinesfalls berühren können.
Halte Dich bei Einbau, Abständen, Verrohrung und Betrieb immer an die Herstellerangaben des Ofens. Nimm einen holzbefeuerten Badefassofen niemals in Betrieb, bevor er vollständig von Wasser umgeben beziehungsweise ordnungsgemäß durchströmt wird. Beachte außerdem mögliche örtliche Vorgaben zu Feuerstätten, Rauchentwicklung und Grenzabständen.
Elektrische Heizungen, fest angeschlossene Pumpen und Steckdosen in Wassernähe gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Provisorische Verlängerungskabel haben direkt neben dem Badefass nichts verloren.
Braucht ein Badefass eine Baugenehmigung?
Ob Dein Badefass genehmigungsfrei ist, hängt von der Größe, dem Standort, dem Bundesland und den örtlichen Vorschriften ab. Auch Abstände zur Grundstücksgrenze, Vorgaben für Terrassen oder Aufstellflächen und die Nutzung eines Holzofens können eine Rolle spielen.
Kläre das Projekt deshalb vor dem Bau mit Deiner Gemeinde, wenn das Fass dauerhaft installiert, mit einem festen Unterbau verbunden oder mit einer Feuerstätte ausgestattet werden soll. Bei einem Standort auf Terrasse oder Balkon muss zusätzlich die Tragfähigkeit zweifelsfrei nachgewiesen sein.
Sicherheit rund um die Badetonne
Ein gefülltes Badefass darf für Kinder niemals unbeaufsichtigt zugänglich sein. Sichere den Deckel und beaufsichtige Kinder während der gesamten Nutzung unmittelbar. Auch eine vergleichsweise geringe Wasserfläche kann eine ernsthafte Gefahr darstellen.
Halte Einstieg und Umgebung frei von Stolperstellen. Wasserfeste, rutschhemmende Beläge reduzieren das Risiko auf nassem Holz. Prüfe regelmäßig Spannringe, Sitzbank, Treppe, Deckel und Ablauf.
Verwende das Badefass nicht, wenn das Wasser sichtbar verschmutzt ist, ungewöhnlich riecht oder die Wasserpflege nicht mehr kontrolliert werden kann. Im Zweifel wird der Zuber vollständig entleert und gereinigt.
Fazit: Kleine Wasserfläche mit großem Sommereffekt
Ein selbst gebautes Badefass ist eine starke Lösung für Gärten, in denen ein klassischer Pool zu groß, zu teuer oder schlicht unnötig wäre. Du erhältst einen festen Platz zum Abkühlen, der nur wenig Grundfläche benötigt und sich mit seiner Holzoberfläche harmonisch in den Garten einfügt.
Am günstigsten und einfachsten startest Du mit einem unbeheizten Badezuber für den Sommer. Vorgefertigte Fassdauben oder eine geeignete Innenwanne reduzieren das Risiko von Undichtigkeiten. Unterbau, Verkleidung, Sitzbank, Einstieg und Deckel kannst Du mit den Akku-Werkzeugen von FUXTEC selbst an Deinen Garten anpassen.
Soll später aus dem sommerlichen Abkühlbecken ein richtiger Hot Tub werden, ergänzt Du einen geeigneten Ofen und die notwendige Wassertechnik. So wächst das Projekt mit Deinen Ansprüchen, vom kompakten Mini-Pool für heiße Gartentage bis zum beheizten Badefass für die kühle Jahreszeit.
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Ja. Ein Badefass eignet sich besonders als kompakte Pool-Alternative zum Sitzen, Entspannen und Abkühlen. Es benötigt deutlich weniger Gartenfläche und Wasser als ein klassischer Pool, bietet allerdings keine ausreichende Länge zum Schwimmen.
Für ein Badefass kommen vor allem Lärche, Eiche und geeignete Fichte infrage. Das Holz muss hochwertig, passgenau verarbeitet und für den dauerhaften Kontakt mit Feuchtigkeit geeignet sein. Vorgefertigte Fassdauben erleichtern den Bau und reduzieren das Risiko undichter Verbindungen.
Die exakt angepassten Fassdauben werden in die Bodenkehle eingesetzt und mit Edelstahlringen zusammengezogen. Beim schrittweisen Befüllen nimmt das Holz Wasser auf und quillt leicht auf. Dadurch schließen sich schmale Zwischenräume. Bleiben starke Leckagen bestehen, müssen Ablauf, Bodenkehle und Dauben kontrolliert werden.
Der Untergrund muss eben, tragfähig und dauerhaft formstabil sein. Eine verdichtete Schotterschicht mit Splitt und belastbaren Platten eignet sich häufig gut. Da bereits 1.000 Liter Wasser ungefähr eine Tonne wiegen, darf die Standfläche weder absacken noch Staunässe unter dem Fass verursachen.
Bei kurzer Nutzung und häufigem Wasserwechsel kann eine Abdeckung in Verbindung mit regelmäßiger Reinigung ausreichen. Bleibt das Wasser länger im Fass oder wird der Badezuber häufig von mehreren Personen genutzt, ist eine geeignete Filteranlage sinnvoll. Wasserqualität und Pflegemittel müssen regelmäßig kontrolliert werden.
Das hängt von Bundesland, Gemeinde, Größe und Aufstellort ab. Auch ein fester Unterbau, Grenzabstände oder ein später ergänzter Holzofen können relevant sein. Kläre das Vorhaben deshalb vor dem Bau mit der zuständigen Gemeinde. Auf Terrassen und Balkonen muss zusätzlich die Tragfähigkeit geprüft werden.
Für den Eigenbau eignen sich unter anderem eine FUXTEC Akku-Handkreissäge für gerade Zuschnitte, eine Akku-Stichsäge für den runden Fassboden und ein FUXTEC Akku-Schlagbohrschrauber für die Unterkonstruktion. Mit dem Akku-Multifunktionstool lassen sich Kanten nacharbeiten. Ein geeignetes, sprühfähiges Holzschutzmittel kannst Du auf den Außenflächen mit dem FUXTEC Akku-Handsprühgerät auftragen.
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